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Biohacker Summit Stockholm 2018 – Die neuesten Trends im Biohacking

Beim Biohacker Summit 2018 in Stockholm konnte ich mir die neuesten Trends im Biohacking vor Augen führen. Hier habe ich eine Liste für dich mit meinen Highlights vom Event.

Bereits zum siebten Mal fand diesen Mai der Biohacker Summit statt und zum zweiten Mal in der schwedischen Hauptstadt. Das Event ist im europäischen Raum so ziemlich das Mekka für die Biohacking-Bewegung geworden mit stets neuen Experten aber auch vielen bekannten Gesichtern. Auch ich durfte dieses Mal wieder einen Vortrag zum Thema Motivation und der Neurobiologie dahinter zum Besten geben.

Hier ist ein Video der Zusammenschnitte der Highlights vom Flowgrade Team vom Biohacker Summit 2018 in Stockholm:

Die Biohacker Summits sind immer ideale Gelegenheiten, um alte Freunde wiederzusehen, neue Produkte auszuprobieren und neue Trends auszukundschaften. Gleichzeitig konnte ich mich für unser FlowFest, das deutschsprachige Pendant zum Biohacker Summit, inspirieren lassen. Mit dem Veranstalter Teemu Arina stehe ich dazu in ständigem Austausch zur gegenseitigen Unterstützung. Was folgt ist eine Liste der neuesten Trends im Biohacking vom Biohacker Summit in Stockholm:

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Die Biohacking-Szene entwickelt sich weiter

Auffällig beim Summit war, dass diesmal wesentlich mehr Interessierte aus den Bereichen Pharma und Biotech vor Ort waren. Investoren, Wissenschaftler und Ärzte aus verschiedenen Ländern ließen sich inspirieren oder präsentierten ihre jüngsten Forschungsergebnisse. Am Ende des Events gab es sogar einen Investoren-Panel, bei dem die Gäste zu ihren Investment-Kriterien befragt wurden. Besonders interessant waren für mich die Entwicklungen im Bereich Anti-Aging und im Bereich der Genanalyse.

Fast jeder trägt einen Ring am Finger

Auffällig war ein Ring, den beinahe jeder zweite Teilnehmer am Finger trug. Die finnische Firma Oura hat hier mit ihrem stylischen Tracker ins Schwarze getroffen. Eine gut funktionierende Technologie ohne Bluetooth-Signal, die optisch auch noch was hermacht. Die Firma hat scheinbar ein Gespür fürs Geschäft und expandiert bald in die arabische Welt. Dann aber mit Ringen und Materialien, die für den Durchschnittsmesser wohl die Preisvorstellungen für einen Schlafmesser sprengen werden.

Rotlicht ist nach wie vor in Mode

Keine Eistonnen, dafür viele Rotlichtlampen und sogar eine Infrarotsauna. Das reparierende Lichtspektrum ist nach wie vor einer der Renner auf internationalen Biohacker-Messen. Wenn du mehr zum Thema Rotlicht erfahren willst, dann schau dir hier meine Podcast-Episode mit der Buchautorin und Therapeutin Anja Leitz an. Ja, Anja und ich sitzen während der Aufnahme tatsächlich in Salzwasserwannen, die mit Rotlicht bestrahlt werden ;)

Die künstliche Intelligenz wird mit Skepsis aufgenommen

Gleich mehrere Vorträge wiesen auf die Gefahren hin, die mit der schnellen Entwicklung von intelligenten Maschinen und künstlicher Intelligenz einhergehen. Der niederländische Biohacker Peter Joosten zeichnete zwar eine positives Bild einer Weiterentwicklung des Homo Sapiens zum Homo Deus, warnte aber auch vor einer künstlichen Intelligenz, die nur noch schwer kontrollierbar sein wird. Dazu berichtete mir ein britischer KI-Programmierer von ersten intelligenten Robotern, die darauf programmiert sind, Schädlinge per Laser unschädlich zu machen. Diese Vorstellung von intelligenten Tötungsmaschinen erzeugte in mir doch ein wenig Unbehagen.

Genetische Manipulierung ist noch nicht angekommen

„Nur 30 Euro? Testen Sie mich!“ Mein mitgereister Flowgrade-Teamkollege Marc war erstaunt, wie billig ein komplettes Gen-Profil mittlerweile geworden ist. Seine Freude war allerdings recht kurzweilig, denn bei der Bezahlung fiel ihm sein Fehler auf. Er hatte wohl eine Null übersehen. Ich war erstaunt, dass es nicht mehr zum Thema Genetik gab. Zwar sprach der Finne Jaakko Halmetoja kurz über die CRISPR-Technologie, die uns bald erlauben soll, per Genveränderungen unsere Augenfarbe zu ändern. Das Thema ging meiner Ansicht nach aber ein wenig unter.

Meditieren in der virtuellen Realität

Richtig freaky war meine Erfahrung, einmal am Strand zu meditieren, ohne am Strand zu sein. In der Tat konnte ich meine Sinne mit Kopfhörern und der Oculus Rift Brille für einige Momente täuschen und den Eindruck gewinnen, an einem weissen Sandstrand zu sitzen. Meine Bedenken: Die Strahlung auf den Augen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Belastung besonders förderlich für die Augengesundheit und meine innere Uhr ist. Spannend, aber für den täglichen Gebrauch für mich noch unausgereift.

Nahrungsmittel-Tracking über die Zähne

Eine der spannendsten Neuerungen war für mich ein Chip, den man sich auf einen Zahn befestigen kann, um dann damit seine komplette Nahrungsaufnahme zu vermessen. Nicht nur misst der Sensor, welche Menge an Nahrung in den Mund kommt, sondern auch, in welcher Zusammensetzung und mit welcher kalorischen Energie. Wann so eine Messkrone tatsächlich verfügbar sein wird, steht allerdings noch in den Sternen.

Foto: Fio Omenetto, Ph.D., Tufts University

Mikrostrom ist am Kommen

Nach meiner beliebten Podcast-Episode mit Daniel über die Wirkung von Mikrostrom ist mir das Thema nicht mehr neu. Auch auf dem Summit präsentierten einige Experten ihre wundersamen Ergebnisse mit frequenzspezifischem Mikrostrom. Das Thema nimmt auch hierzulande gerade erst Fahrt auf. Beim FlowFest in München werden wir wieder ein Gerät vor Ort haben.

EZ-Wasser zum Einatmen

Auch wenn dieser Trend beim Summit nicht wirklich präsent wir, so möchte ich ihn doch hier auflisten. EZ-Wasser (EZ steht für Exclusion-Zone) ist ein Film, der sich um unsere Zellen legt und eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von oxidativem Stress spielt. Seit dem Buch „The Fourth Phase of Water“ von Gerald Pollack gibt es hier eine wachsende Bewegung an Leuten, die versuchen, diese Art des Wassers von außen zuführbar zu machen. Der deutschstämmige Wissenschaftler Hans Eng hat es mit seiner Erfindung, dem NanoVi, wohl geschafft! Ich durfte das Gerät über eine Woche testen und Hans in einem langen Gespräch mit allen meinen Fragen löchern. Freut euch auf die Podcast-Episode!

Der Bezug zur Natur ist nach wie vor da

Für die finnischen Veranstalter des Summit ist die Einbindung der natürlichen Umgebung nach wie vor sehr wichtig. Für Sprecher und VIPs gab es am Tag nach dem Hauptevent noch einen Ausflug auf eine wunderschöne Insel in der Inselwelt vor Stockholm mit einer Wanderung und einigen Lektionen in Sachen Kräuterkunde. Mich hat vor allem dieser Chaga-Pilz angesprochen.

Das waren meine Highlights vom Biohacker Summit in Stockholm und einige der neuesten Trends, die ich kennengelernt habe. Nun meine Frage an dich: Welcher dieser Trends bereitet dir die größten Sorgen? Schreibe mir weiter unten einen Kommentar!

Allgemein, Biohacking, Events
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Kommentare

  • Sandra Meixensberger

    Hi,

    freu mich schon riesig auf das FlowFest in München. Ein Tag voller toller neuer Erfahrungen und hoffentlich dann vieler neuer Freunde.

    Was mir tierisch Angst macht ist die Geschichte mit dem Roboter der alles eliminieren kann was schädlich ist. Für mich stellt sich die Frage gibt es eigentlich etwas was uns und der umwelt schadet (außer von uns verursachte Gifte und Abfälle) oder hat eigentlich alles was existiert irgendwo seine Berechtigung.

    Antworten

  • Barbara Scaroni

    Besten Dank für die interessanten Berichte. Ich befasse mich seit ca. 30 Jahren mit vielen deiner Themen und ich freue mich, dass ich damit richtig liege
    Ich ernähre mich auch bereits im 2 Jahr intermittierend. Das heißt: 12 Stunden ESSEN und 36 Stunden fasten. Ich arbeite mit Bernhard Ludwig, dem Erfinder dieser Ernährungsweise zusammen. Vielleicht habe ich einmal die Möglichkeit, ein persönliches Gespräch mit dir zu führen. Ich wohne im Salzburger Raum. LG und weiter so. Barbara

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