5 natürliche Fitnesstipps für weniger Stress beim Training

Wenn du dich heute mal wieder nicht nach trainieren fühlen solltest, dann helfen dir diese einfachen und natürlichen 5 Tipps, um dein Training müheloser, energievoller und stressfreier zu gestalten.

Kein Bock auf Training? Ich kann dich verstehen…

Denn wenn du dir gerade überlegst, wie du fitter werden kannst, dann könntest du dich allein bei der Überlegung, welcher Art Training du nachgehen solltest, gestresst fühlen.

Das Angebot an Fitness-Apps, Trainingsphilosophien und Sportarten ist uferlos!

Allein die unzählbare Vielfalt an Yoga-Praktiken können einen schon an den Rand der Verzweiflung bringen.

Für viel wichtiger als WAS du machst ist allerdings, WIE du es machst. In dieser Auflistung findest du 5 Fitnesstipps, die mir persönlich noch mehr Spaß am Training beschert haben.

Viel Spaß beim Lesen!

Diesen Artikel gibt es auch als Podcastfolge zum Anhören

Wenn du gerade lesefaul bist, dann kannst du dir die Folge auch als Podcastfolge der Flowgrade Show hier anhören:

Dein Zielgefühl definieren

Bevor du deine Trainingsart definierst, macht es Sinn, erst einmal über deine eigentlichen Ziele nachzudenken.

Eine der erfolgreichsten Übungen für meine Teilnehmer meines Online-Kurses Zen Modus ist die To-Feel-Liste. Darin bestimmen wir ein Gefühl als Ziel und keine Aktivität.

Viele von uns haben von Kindheit an gelernt, erst etwas zu tun, um dann etwas zu fühlen. Erst eine gute Note in Latein schreiben, um dich sprachbegabt zu fühlen. Erst ein enges Tennismatch gewinnen, um dich »cool under pressure« zu fühlen. Und so weiter.

Genau so bei der Fitness.

Wir glauben, wenn wir ein gewisses Zielgewicht erreichen oder einen Marathon in einer Superzeit laufen, würden wir uns fitter, glücklicher und besser fühlen. Könnte zwar sein, meist wird das erreichte Ziel aber schnell mit einem neuen Ziel ersetzt.

Für mich sollten Glücksgefühle NICHT von der Zahl auf der Waage abhängen.

Bei der To-Feel-Liste drehen wir den Spieß um. Wir definieren erst ein Gefühl, welches wir gerne fühlen wollen. Die To-Dos, also die Aktivitäten, um dieses Gefühl zu erreichen, ergeben sich dann aus dieser Zielsetzung.

Diese Übung hilft gleichzeitig dabei, nochmal über das eigentliche Anliegen nachzudenken. Denn sogar mir passiert es, dass irgendein tolles Instagram-Bild eines Fitness-Influencers mir einzureden versucht, was ich zu wollen habe: Einen Körper, den andere beneiden.

KEIN gutes Ziel. Zumindest keines, dass dich unbedingt besser fühlen lässt.

Wenn ich meine eigenen Fotos aus meinen fittesten Zeiten betrachte und darüber nachdenke, wie ich mich damals fühlte, dann täuscht hier meist das äußere Erscheinungsbild.

Daher lege ich dir heute nahe, den Spiegel NICHT zum Alchemisten deiner Gefühlsregungen zu machen, sondern das Zielgefühl ungeachtet deines Spiegelbildes zu kultivieren. Die Vorzüge der körperlichen Ästhetik kommen dann nach und nach von ganz alleine.

Meine Empfehlung: Nimm ein Blatt Papier zur Hand und schreibe in großen Buchstaben TO FEEL darauf. Nun liste die Gefühle auf, die du mit deiner Fitness gerne hervorrufen willst.

Hier sind ein paar Beispiele für aus meiner Sicht erstrebenswerte Gefühle:

  • Energievoll
  • Motiviert
  • Selbstbewusst
  • Kräftig
  • Gesund
  • Schmerzfrei
  • Diszipliniert

Höre gerne in dich hinein. Fallen dir noch weitere Gefühle ein? Schreibe diese auf. Dann kreise die drei wichtigsten ein. Nun kannst du dir überlegen, welche Übungen sich richtig anfühlen, um diese Gefühle weiter zu kultivieren.

Aufgepasst: Wenn du bei der nächsten Runde Zen Modus dabei sein willst, kannst du dich hier anmelden.

Beim Sport durch die Nase atmen

Ein weiterer extrem wirkungsvoller Fitnesshack, um dich schnell wohler und fitter in deinem Körper zu fühlen ist eine bewusste Atmung.

Besonders wenn wir zum ersten Mal eine schwierige Übung durchführen, bei der wir nicht nur Kraft einsetzen, sondern uns auch koordinieren und ausbalancieren müssen, stockt der Atem.

Wenn du dich daran gewöhnst, die Atmung an die Übung anzupassen und beim anstrengenden Teil auszuatmen und beim entspannenden Teil einzuatmen, wirst du schnell spüren, dass dir die rhythmische Atmung bei der erfolgreichen Durchführung sogar behilflich sein kann.

Wenn du dazu noch darauf achtest, vermehrt durch die Nase als durch den Mund zu atmen, kannst du deinen Körper zusätzlich unterstützen.

Denn auch wenn die Nasenatmung bis zu dreimal anstrengender als die Mundatmung ist, sie ist wesentlich effektiver, um den Energiehaushalt und das Stresslevel zu managen.

Denn wenn du durch die Nase atmest, werden deine Atemzüge automatisch langsamer und tiefer. Dadurch gelangt mehr Luft in den unteren Lungenbereich, wo mehr Sauerstoff ins Blut übernommen wird.

Dazu erhöht sich durch die Nasenatmung die Ausschüttung von Stickoxid, was zur Öffnung der Gefäße und führen und den Stoffwechsel fördern kann.

Meine Empfehlung: Besorge dir ein medizinisches Micropore Tape von 3M und klebe dir bei deiner nächsten Trainingseinheit einmal bewusst den Mund zu (ja, auch beim Laufen!). Trainiere eine zeitlang damit und beobachte, wie du dich dabei fühlst.

Wenn es zu unangenehm wird oder dir schwindlig wird, dann nimm das Tape ab und trainiere wie gewohnt weiter.

Du wirst merken, dass dir die Nasenatmung mehr Energie und größere Erfolgssprünge bei deinen Übungen bringen wird.

Beim Trainieren die Luft anhalten

Vielleicht liest sich dieser Biohack erst einmal wie ein Widerspruch zum vorigen Tipp.

»Der Max hat doch gerade geschrieben, ich solle auf meine Atmung achten?«

Sollst du auch weiterhin. Du kannst allerdings hin und wieder Drills einbauen, bei denen du bewusst und gezielt die Luft anhältst. Und zwar, solange du kannst.

Diesen einfachen Trick, um beim Training zusätzlich deine Ausdauer zu trainieren, habe ich von dem Functional Training Experten Eberhard Schlömmer gelernt.

Diese Art von Übungen nennen sich auch Air Hunger Drills. Bei diesen entziehst du deinem Körper kontrolliert den Sauerstoff. Damit kannst du die Fähigkeit deines Körpers trainieren, längere Zeit auch ohne neuen Sauerstoff auszukommen.

Air Hunger Drills dienen dazu, die eigene Erschöpfung hinauszuzögern und die Fähigkeit zu trainieren, auf tiefere Reserven zurückzugreifen.

Du kannst das Luftanhalten mit allen möglichen Übungen, sogar mit Spaziergängen, kombinieren. Im Blogartikel habe ich einige Übungen für dich vorbereitet.

Meine Empfehlung: Probiere es zuerst einmal mit einem Spaziergang. Atme ein paar Mal tief ein und aus, dann lasse die gesamte Luft aus den Lungen entweichen und halte den Atem an. Nun laufe los und zähle die Schritte.

Wieviele Schritte schaffst du?

Jetzt kannst du dich bei jedem Spaziergang herausfordern und versuchen, deinen vorigen Rekord zu brechen.

Dich mit dem Erdmagnetfeld verbinden

Ein weiterer einfacher Weg, um deinem Körper zusätzlich zu helfen, ist dich täglich mit dem Erdmagnetfeld zu verbinden. Am einfachsten geht das, wenn du dir ein schönes Plätzchen in der Natur suchst und deine Schuhe ausziehst.

Wie soll denn der Kontakt zur Erde dabei helfen, deine Fitness zu erhöhen?

Menschen der entwickelten Welt verbringen einen Großteil ihrer Zeit in Innenräumen, vor Computern und Smartphones, im Anwesen starker EMF, Wifi- und Bluetooth-Frequenzen. Diese führt dazu, dass der Körper aus seinem elektromagnetischen Gleichgewicht gerät.

Wir digitale Menschen sind sprichwörtlich und buchstäblich geladen!

Folgen können Stress, Unwohlsein, Schmerzen und unter Umständen auch Erkrankungen sein. Wir können unser natürliches Gleichgewicht allerdings wieder herstellen, indem wir uns täglich (!) mit dem natürlichen Magnetfeld der Erdoberfläche verbinden.

Beim Erden können wir den naturgegebenen, elektrischen Grundzustand unseres Körpers wieder herstellen.

Siehe hierzu das Buch Earthing – Heilendes Erden von Clinton Ober, Stephen Sinatra und Martin Zucker. Darin beschreiben die Autoren anhand von Fallbeispielen, wie regelmäßiges Erden Sportlern dabei helfen kann, schneller zu regenerieren, besser zu schlafen und Schmerzen zu lindern.

Meine Empfehlung: Nach Clinton Ober führen bereits 30 Minuten Barfuß laufen – am besten auf nassem Gras oder nassem Sand – dazu, merkliche Vorteile des Erdens zu spüren.

Also ab nach draussen und Schuhe aus!

Aufgepasst: Achte darauf, dir ein ruhiges Plätzchen in der Natur zu suchen, abseits von starken, künstlichen elektromagnetischen Feldern, die zum Beispiel in der Nähe von Strommasten und Sendeantennen bestehen.

Podcast-Empfehlung: Höre dir hierzu unbedingt die Podcastfolge der Flowgrade Show über EMF und seine Auswirkungen mit meinem Kumpel und Biohacker-Kollegen Andreas Breitfeld rein.

In der Folge sprechen wir über Smartphones im Flugmodus, biologische Auswirkungen von Strahlung und wie du besser mit der Strahlenbelastung umgehen kannst.

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Das AMRAP-Prinzip anwenden

Im Crossfit gibt es eine Übungsart namens AMRAP. Diese Akronym steht für »As Many Repetitions (or Rounds) As Possible«. Hierbei führt der Athlet eine gewisse Übung, zum Beispiel Liegestütze, so oft durch, wie er in einer vorgegebenen Zeit, zum Beispiel einer Minute, kann.

Dieses Konzept wurde von dem Crossfit-Athleten und Unternehmer Jason Khalipa weiterentwickelt, sodass es nicht nur auf Übungen sondern auch ganze Lebensbereiche angewendet werden kann.

Übertragen auf das Geschäfts- oder das Familienleben bedeutet AMRAP, der aktuellen Aktivität maximale Aufmerksamkeit zu schenken und alles rauszuholen, was geht.

Für deine Fitnessroutinen könnte das bedeuten, dich in der Zeit des Trainings komplett auf die vor dir liegende Aktivität – egal ob Laufen, Gewichte heben, Yoga machen, kochen oder auch einen gesunden Shake zubereiten – zu konzentrieren.

Also keine Apple Watch Anrufe während des Morgenlaufs!

Meine Empfehlung: Schalte während deines Trainings dein Handy aus, sei mal nicht erreichbar, mach mal keine Insta-Story und lass dich ganz und komplett auf den Moment ein. Als Hauptdarsteller musst du nicht ständig auch noch den Regisseur spielen. Go for Flow!

Diese Tipps haben mir persönlich sehr geholfen, mich wohler mit meinen Fitnessaktivitäten zu fühlen. Egal ob ich gerade eher Gewichte stemme, Basketball spiele, Yoga mache oder einen Marathon laufe.

Nur Spaß, ich werde in diesem Leben keinen mehr Marathon laufen! #sorry #notsorry

Weitere Tipps für deine Fitness findest du in meinen Büchern, Biohacking und Der tägliche Biohacker.

Was ist dein wertvollster Fitnesstip?

Was ist dein wertvollster Fitnesstipp, der sich für dich bewährt hat? Teile ihn mit uns in einem Kommentar!

6 Gedanken zu „5 natürliche Fitnesstipps für weniger Stress beim Training“

  1. Wieder tolle Tipps. Auch schon 5 Minuten barfuß laufen auf Gras oder Erde entladen einen schon komplett von der elektromagnetischen Strahlung.
    Der Satz, dass ich nicht ständig gleichzeitig Hauptdarstellerin und Regisseurin sein muss, hat bei mir Klick gemacht, danke!
    Mein Fitnesstipp zur Zeit: Gartenarbeit :)) und überhaupt viel Zeit im Wald und im Baggersee.

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  2. Inspirierend, immer wieder aufs neue (ob Podcast, Bücher, Newsletter…).

    Barfuß laufen hat ja sowohl mit der Fußmuskulatur, den Akkupressurpunkten im Fuß und dem „natürlichen Gehen/ Laufen“ zu tun.

    Bin gerade dabei, das Thema Barfuß-Schuhe für mich zu re-aktivieren, sprich mit der Nordic Walking Routine zu kombinieren.

    Funktioniert das Prinzip Erdung in Barfuß-Schuhen auch?

    Barfuß M Süd Isarufer wäre alternativ auch machbar, dann halt mit Rucksack für Socken/Schuhe zum wechseln und Füße in der Isar waschen (oder gleich „Kaltbaden“, nächste Challenge!).

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  3. Tolle Tipps, Danke!
    Den Air Hunger Drill werde ich gleich ausprobieren.

    Mit dem Erden habe ich bereits gute Erfahrung gemacht: Das mache ich tatsächlich fast jeden Tag. Werde es in Zukunft wirklich jeden Tag machen.

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