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Was Zucker mit der Darmflora macht

Warum macht uns Zucker dick und krank? Hier spielen die Darmbakterien eine große Rolle! Wie so oft gibt es zweierlei Wege, gesund und schlank, oder krank und dick. Geben wir unserem Körper also was er braucht.

Dass Zucker nicht unbedingt das gesündeste Lebensmittel ist, braucht nicht gesagt werden. Und doch bekomme ich oft die Frage gestellt: “Aber ist Zucker wirklich so schlecht für mich?” Na ja, ich sehe Zucker als Genussmittel und in natürlicher Form wie zum Beispiel in Honig oder Früchten, richtet er in kleinen Mengen auch nicht so viel schaden an. Allerdings essen wir in unserer Gesellschaft im Schnitt einfach zu viel davon und jeder, der abnehmen, mehr Energie haben, fitter aussehen, oder einfach nur gesünder leben will, tut gut daran, den Zuckeranteil auf dem Speiseplan zu minimieren. Mehr Details, dazu, wie Zucker dich müde, krank und süchtig machen kann, findest du im Artikel “Sugar Crash: Warum Zucker süchtig macht”. Einen Fahrplan zu den gesündesten Zuckerarten und Süßmitteln findest du hier.

Zucker beeinflusst das Verhältnis der Darmbakterien

Ein erheblicher Nachteil von Zucker ist dessen Einfluss auf die Darmflora und deren Balance verschiedener Bakterienkulturen. Die menschliche Darmflora besteht zu 99% aus vier bakteriellen Stämmen (auch Phyla genannt), den Firmicutes, Bacteroidetes, Proteobacteria und Actinobactetia.

Das Verhältnis dieser Bakterienstämme beeinflusst wiederum die Fettverbrennungsleistung deines Körpers. Denn die verschiedenen Bakterien verarbeiten Lebensmittel unterschiedlich und können die Fettverbrennung genauso ankurbeln wie bremsen. Ausschlaggebend ist hier ein Protein namens FIAF oder Fasting-Induced Adipose Factor (manchmal auch ANGPTL4 genannt). FIAF wird in der Leber produziert und blockiert ein Enzym names LPL oder Lipoprotein Lipase. LPL wiederum ist verantwortlich für die Anlagerung von Fettpolstern. Das bedeutet, je mehr FIAF sich aktiv im Körper befindet, desto weniger Fett wird angelagert.

Übergewichtige und Ex-Raucher brauchen schlanke Bakterien

Darmbakterien können ebenso FIAF produzieren aber es auch inaktiv machen. Besonders bei gleichzeitig zucker- und fettreichen Ernährungsweisen wurde eine Unterdrückung des FIAF Proteins beobachtet. Sprich: Viel Zucker in Kombination mit viel Fett macht dick (Sorry Nutella Lovers…).

Nun sind Darmbakterien natürlich nicht schlecht, wir brauchen nur die richtigen im richtigen Verhältnis. Schlanke Menschen haben generell mehr Darmbakterien des Bacteriodetes Stammes und weniger Firmicutes. Bei Übergewichtigen ist es genau andersrum. Interessanterweise sind auch bei Rauchern, die gerade aufgehört haben, wesentlich mehr Firmicutes und Actinobacteria in der Darmflora zu finden, was die oft einhergehende Gewichtszunahme erklären könnte. Daher sollten Ex-Raucher sich wirklich darum bemühen, ihre Darmflora schnell wieder zu normalisieren.

Wie du deine Darmflora optimierst

Jetzt wird es spannend! Denn wenn unsere Darmbakterien keinen Zucker bekommen, werden sie hungrig, beginnen FIAF zu produzieren und Fett zu verbrennen. Der Bacteriodetes Stamm, die schlankmachenden Bakterien, wächst überproportional an. Wenn die Darmbakterien allerdings Zucker zur Verfügung haben, unterdrücken sie das FIAF und lagern das Fett an.

Unser Tipp zur Fettverbrennung

Wenn du auf ein zuckerreiches Frühstück verzichtest und stattdessen ein fettreiches zu dir nimmst, zum Beispiel in der Form eines Butterkaffees (natürlich ohne Zuckerwürfel), kannst du deine Fettverbrennung erheblich ankurbeln. MCT Öl gilt als ein ideales Fett, um die Darmbakterien anzukurbeln und FIAF zu produzieren. Die Polyphenole im Kaffee wiederum helfen dabei, Bacteriodetes, den Stamm, der vornehmlich bei fitten Menschen zu finden ist, zu nähren.

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Kommentare

  • Leyla

    Es wäre sehr hilfreich, wenn dazu die entsprechenden Quellen für diese Feststellungen über Zucker und die Bakterienstämme mitangegeben werden könnten.

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    • Maximilian Gotzler Autor

      Hi Leyla, danke für das Feedback. Ich habe meine verwendeten Quellen nun alle an den relevanten Stellen verlinkt. Benötigst du sonst noch Quellen? LG – Max

      Antworten

  • Mark

    Wie sieht es mit xylit aus? Genauso schädlich für den Darm?

    Antworten

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