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Wie du in den Flow kommst – Teil 2: Psychologische Flow Trigger

In Teil 2 beschäftigen wir uns dieses Mal mit den psychologischen Triggern. Somit gehen wir in eine ganz andere Richtung, denn nicht jeder der den erhöhten Bewusstseinszustand erreichen möchte, setzt sich gerne Risiken aus. Also, an alle Nicht-Extremsportler, jeder kann in den Flow kommen.

„Aber wie komme in den Flow, wenn ich kein Surfer oder Snowboarder bin?“

Manchmal scheint es tatsächlich, als ob der Flow Zustand den Risikofreudigen vorbehalten wäre. Wie wir in Teil 1 unserer Flow-Trigger-Serie beschrieben haben, sind Risiko und eine vielfältige Umgebung in der Tat starke Flow Trigger. Aber Flow ist universell und jeder von uns kann ihn erreichen, sei es am Schreibtisch, auf der Tanzfläche oder bei einem romantischen Spaziergang im Wald.

In Teil 2 bringen wir dir die vier psychologischen der insgesamt 17 identifizierten Flow Trigger näher.

Intensive Aufmerksamkeit

Flow folgt immer einem Fokus auf etwas. Deswegen eignet sich Flow ideal, um eine schwierige oder unmöglich erscheinende Aufgabe zu bewältigen. Alle anderen nicht dringenden Aufgaben, die dich sonst noch so beschäftigen, verblassen und die aktuelle Herausforderung rückt voll und ganz in deinen Fokus. Daher sind jegliche Ablenkungen wie Notifications auf dem Smartphone, Anrufe, oder E-Mails stark kontraproduktiv, wenn du in den Flow gelangen willst. Multi-Tasking und Flow vertragen sich überhaupt nicht.

Dasselbe gilt natürlich auch für nicht arbeitsbezogene Tätigkeiten: Wenn du tanzt, dann tanze. Wenn du spielst, dann spiele. Wenn du küsst, dann küsse. Und lass am nächsten Wochenende dein Smartphone einfach mal zu Hause, wenn du nach draußen gehst. Wie fühlt sich das an? Hinterlasse uns deine Erfahrungen unten in den Kommentaren!

Flowgrade Tipp: Das nächste Mal, wenn du an einer Aufgabe intensiv arbeiten willst, nehme dir mindestens mindestens zwei Stunden Zeit, schalte dein Handy auf lautlos und schließe deine E-Mail Anwendung. Lass dich so wenig wie möglich ablenken. Mein persönlicher Flow Hack in Gesellschaft anderer: Ich setze Kopfhörer auf und höre Film Soundtracks in der Endlosschleife. Das lässt mich meine Umgebung komplett vergessen

Klare Ziele

Wenn du dir im Klaren darüber bist, was dein Ziel ist, kannst du dich in deinem Tun verlieren, anstatt ständig darüber nachzudenken, ob das, was du tust, auch wirklich das Richtige für den Moment ist. Um deine Aufgaben zu ordnen und klare Ziele zu definieren empfehle ich dir unsere Formel für garantierte Produktivität. Sobald dein Ziel definiert ist, brauchst du nicht mehr darüber nachzudenken, sondern kannst dich vollends auf die Gegenwart einlassen. Ein klares Ziel gibt dir Sicherheit.

Flowgrade Tipp: Schreibe heute vor dem Schlafengehen alle To Dos für den morgigen Tag auf und entscheide, welche die eine Aufgabe ist, die du unbedingt erledigen willst. Unterstreiche diese. Dein Unterbewusstsein wird sich während des Schlafs bereits auf die Aufgabe vorbereiten und wenn du aufwachst, kannst du gelassener und mit mehr Sicherheit in den Tag starten.

Unmittelbares Feedback

Ein weiterer Trigger für den Flow Zustand ist unmittelbares Feedback auf dein Tun. Ein Snowboarder merkt, wie sich der Schnee unter seinem Brett verhält, ein Fußballer passt seinen Schuss den Rasenverhältnissen an und ein Stand-Up Comedian verändert sein Programm je nach Reaktion des Publikums. Je nuancierter das Feedback, desto stärker wird unsere Konzentration gefordert. Dieser Trigger funktioniert exzellent bei Spielen und Wettkämpfen.

Flowgrade Tipp: Vergiss nicht, hin und wieder zu Spielen! Gehe auf den Freiplatz, überrede deine bessere Hälfte zum Salsa-Tanzen oder mache Musik mit Freunden (Karaoke gilt!). Diese Flow Momente liefern Inspiration, Balance und körperliche Betätigung! Einfach exzellent genutzte Lebenszeit!

Das Verhältnis von Schwierigkeitsgrad und Können

Jeder, der schon einmal ein Spiel der FIFA Serie auf der Playstation gespielt hat, kennt die Situation. Kann der Gegner nicht mal den Ball über die Mittellinie bringen, ist man schnell gelangweilt. Wird einem selbst mit unbekannten Tastenkombination ständig der Ball abgeluchst, hat man spätestens nach Runde 3 auch keine wirkliche Lust mehr. Der Sweet Spot liegt irgendwo dazwischen. Wissenschaftler nennen den Bereich, in dem eine Tätigkeit herausfordernd und weder zu leicht noch zu schwierig ist, den Flow Channel.

Nach Flow Genome Project Gründer Steven Kotler liegt das optimale Verhältnis zwischen Schwierigkeitsgrad und Können bei exakt vier Prozent. Wenn also eine Aufgabe 4% schwieriger ist als unser Fähigkeiten diese zu bewältigen, ist das die optimale Voraussetzung, um in den Flow zu kommen. Kotler beruft sich dabei auf das Yerkes-Dodson-Gesetz, welches die kognitive Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit des Stress-Levels beschreibt.

Flowgrade Tipp: Natürlich ist es so gut wie unmöglich, Aufgaben auszuwählen, die genau 4% schwieriger sind als dein Leistungsniveau. Wenn du dir allerdings die nächste Deadline setzt, Meilensteine für dein nächstes Projekt oder dein Hantelgewicht beim Bankdrücken, wähle ein Ziel, dass leicht über dem liegt, was du dir selbst zutraust. Diese Herausforderung wird dir leichter in den Flow verhelfen.

Das waren die vier psychologischen Flow Trigger. Wir haben in den Teilen 1 und 2 nun 7 der 17 Flow Trigger beschrieben. In den Teilen 3 und 4 beschreiben wir die übrigen 10 Flow Trigger.

Umfrage: Welche der bisher beschriebenen Flow Trigger sagen dir zu, welche weniger? Schreibe uns, was für dich funktioniert! Wir sind gespannt! 🙂

Biohacking, Energie, Flow, Geist, Konzentration, Meditation, Quantified Self
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