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Die Kunst des Loslassens – Lektionen vom Burning Man 2017

Ein altes Sprichwort besagt, in der Ruhe liege die Kraft. Nach einer intensiven Schaffenszeit machte ich im Sommer daher eine digitale Pause beim diesjährigen Burning Man. Hier erfährst du, welche Lektionen ich dort mitbekam.

“Die größten Ereignisse sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden.” – Friedrich Wilhelm Nietzsche

Die erste Hälfte diesen Jahres zählt zu den produktivsten meines Lebens. Ich konnte kaum aufhören damit, neue spannende Projekte anzustoßen. Neben der Leitung meines Unternehmens, schrieb ich an einem Buch, produzierte zahlreiche Podcast-Episoden mit hochrangigen Experten, entwickelte ein neues Produkt, sprach auf Konferenzen und organisierte mit meinem Team das allererste FlowFest 2017, die erste Biohacking-Konferenz im deutschsprachigen Raum. Dazu postete ich täglich auf allen unseren Social Media Kanälen, um meinen Alltag und meine Fortschritte mit der Community zu teilen. Ich hatte etwas losgetreten, dass mir schon bald entgleiten sollte.

Denn auch wenn ich viel produzierte, schaffte ich mir dadurch immer noch mehr Arbeit. Je schneller ich lief, desto schneller kamen neue Aufgaben auf mich zu. Auf dem absoluten Höhepunkt der ersten Jahreshälfte, genau einen Tag nach einem grandiosen ersten FlowFest, fiel ich in ein Loch. Ich war frustriert darüber, dass ich trotz des Geleisteten keine innere Befriedigung verspürte. Im Gegenteil, ich war unzufriedener als noch vor einem halben Jahr. Es war Zeit, eine Auszeit zu nehmen und zum Burning Man zu fahren.

Der Drang, ständig etwas zu tun zu müssen

Du kennst es sicherlich auch, das Gefühl der Frustration, das entsteht, wenn du etwas erzwingen willst, es dir aber einfach nicht gelingen will. In meinem Falle hatte ich das Gefühl, allerdings hatte ich mein Ziel aus den Augen verloren. Mir war gar nicht mehr bewusst, was ich eigentlich erreichen wollte und warum ich mich unzufrieden fühlte. Erst als ich es schaffte, einige Zeit einmal komplett abzuschalten (was mir unglaublich schwer fiel), wurde mir bewusst, dass ich mir selbst im Weg stand und ich eigentlich alles hatte, um zufrieden zu sein. Mir war, als hätte ich unglaublich viel Staub aufgewirbelt und musste jetzt erstmal abwarten, bis das Gesamtbild erkennbar war.

Einmal komplett loslassen beim Burning Man

Für mich bot sich keine bessere Gelegenheit, als den sprichwörtlichen Staub buchstäblich setzen zu lassen beim diesjährigen Burning Man. Der Burning Man ist ein jährlich stattfindendes Event (die Bezeichnung Festival würde ihm hier nicht gerecht werden), bei dem sich tausende von Menschen einfinden, die sich über eine Woche radikal ausleben. Es gibt kein Geld, wenig Regeln und massenhaft positive Energie. Im Grunde ist es ein riesengroßes Experiment, ein Spielplatz für Erwachsene mit Kunst, Workshops, Parties, Paraden, Konzerten und allerlei sonst. Da es wirklich schwer zu beschreiben ist, hier ein Video mit ein paar Eindrücken.

Beim Burning Man gibt es einen Satz: “You get the burn you need.” Du bekommst genau das, was du brauchst. Für mich war es die große Erkenntnis, dass ich nicht immer etwas tun musste, um einen erfüllten Tag zu haben. Im Gegenteil, ich lernte, wie befreiend und erfüllend es sein kann, einfach mal nichts zu tun und nichts zu wollen.

Drei Lektionen vom Burning Man

Für den Burning Man begab ich mich für eine Woche in die Isolation der Wüste, ohne konkrete Pläne, ohne Kommunikationsmittel und ohne Erwartungen. Für mich bestätigten sich einige Wahrheiten, die ich von nun an auch in meinem “normalen” Leben umsetzen und auch dir weitergeben will.

Mache digitale Pausen

Wie abhängig ich normalerweise von meinem digitalen Umfeld war wurde mir erst bewusst, als ich das erste Mal in vier Jahren mal eine Woche das Smartphone ausgeschaltet ließ. Das Leben ist viel aufregender und zufriedenstellender, wenn es nicht in einer digitalen Scheinwelt stattfindet. Und auch nach einer Woche hatte sich in meinem digitalen Leben so gut wie nichts verändert.

Mein Tipp: Auch wenn es schwer fällt, lass nächste Woche das Handy einmal einen ganzen Tag ausgeschaltet. Verbringe dafür Zeit mit Menschen, die dir viel bedeuten. Nicht nur befreist du dich dadurch von den psychologischen Kräften der sozialen Medien, sondern du meidest auch die elektromagnetische Strahlung und das beeinträchtigende Blaulicht des kleinen Computers in deiner Hosentasche.

Vergiss nicht zu Spielen

Beim Burning Man ist es unglaublich einfach, sich selbst und seine Ziele zu vergessen. In einer Situation fuhr ich mit meinem Fahrrad ziellos durch die Wüste bis ich von weitem ein paar Töne hörte. Ich fuhr in die Richtung der Musik und sah auf einmal eine Gruppe von Leuten, die ausgelassen vor einem sogenannten “Art Car”, einem in ein Kunstobjekt verwandeltes Fahrzeug mit einem DJ-Pult darauf, tanzten. Ich stellte mein Fahrrad ab und ehe ich mich versah, tanzte ich mit meinen neuen Freunden in den Sonnenuntergang.

Mein Tipp: Nimm dir bewusst Zeit, um unproduktiv zu sein. Wenn du jemand bist, der ständig die vor ihm baumelnde Karotte jagt und zielstrebig seine Karriere verfolgt, dann schreibe dir diese Zeit in deinen Terminkalender und nimm diese Zeit ernst wie ein wichtiges Meeting. Spielen ist übrigens ein hervorragender Weg, um in den Flow zu kommen.

Probiere dich im Nicht-Wollen

Ich stand diesem Konzept sehr skeptisch gegenüber bis ich es einmal ausprobierte. Ich fand mich eines Tages beim Burning Man an einem Kunstwerk und hatte meine Freunde verloren. Nachdem ich die Hoffnung einer schnellen Wiedervereinigung aufgegeben hatte, beschloss ich, ein bisschen mehr Zeit mit der Betrachtung des Kunstwerks zu verbringen. Dabei lernte ich auch gleich ein paar neue Leute kennen. Meine Freunde, die nach einiger Zeit merkten, dass ich verloren gegangen war, fuhren zurück zum Kunstwerk und fanden mich dort im Kreise von neuen Freunden. Beim Burning Man hört man daher oft: “The Playa provides.” Die Playa (gemeint ist die Wüste) liefert einfach manchmal genau das, was du brauchst.

Wenn wir etwas in unserem Leben wollen, wenden wir in der Regel Energie, Ressourcen und Kraft auf, um es zu erreichen. Wenden wir zu viel auf, kann es in schlimmen Fällen erheblichen Schaden anrichten. Der Energietherapeut Tom Mögele hat hier einen anderen Ansatz. In seinem Buch Mindflow beschreibt Tom, wie du durch Nicht-Wollen und Nicht-Tun glücklich werden und alles erreichen kannst. Wenn wir etwas wollen, zum Beispiel Erfolg, fixieren wir uns in der Regel auf ein ganz bestimmtes Bild. Sobald du aufhörst, zu wollen und bereit bist, Erfolg in jeglicher Form anzunehmen, kann der Erfolg dich von ganz alleine finden. Vielleicht hattest du die Arbeit, die dich zum Erfolg führen wird, noch gar nicht auf dem Schirm?

Mein Tipp: Probiere dich im Nicht-Wollen. Wenn du das nächste Mal etwas tun willst, um etwas Bestimmtes zu erreichen, halte inne und wende keine Energie dafür auf. Stattdessen, sei offen für das, was dich erwartet und bereit, es anzunehmen.

Löse Blockaden und lebe im Flow

All das mag für den einen oder anderen sehr weit hergeholt klingen. Ich hätte vor ein paar Monaten wahrscheinlich auch noch meine ein oder andere Augenbraue hochgezogen. Mittlerweile bin ich überzeugt davon, dass uns allen eine ungeheure Energie innewohnt, die Dinge bewirken kann, die wir für unmöglich halten. Energie fließt durch das Lösen von Blockaden. Meine Mission mit Flowgrade ist unter anderem, den Energiefluss für dich wiederherzustellen. Unser Motto ist nicht umsonst: Wir liefern Flow.

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