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Extremsport mit wenig Kohlenhydraten: Ein Erfahrungsbericht

Ist Sport in Kombination mit einer kohlenhydratarmen Ernährung optimal umsetzbar? Oft werde ich mit Vorurteilen und Zweifeln konfrontiert. Und immer wieder wurde mir vorgeworfen, der Sport wäre Schuld an Verletzungen. Doch eigentlich hat der Sport diese nicht verursacht.

Maximal 1 hoch intensive Intervall Trainingseinheit (HIIT) pro Woche und 2-3 Trainingseinheiten, welche sich aus Krafttraining, Mobilitätsübungen und Core-Training zusammensetzen. Die Intervalle absolviere ich entweder auf dem Laufband oder als hoch-intensives Crossfit Workout zusammen mit meinem Personal Trainer. Die HIIT’s dauern nie länger als 20-30 Minuten. Und die anderen Trainingseinheiten sind mit 45-60 Minuten ebenfalls recht kurz. Kurz aber intensiv. An den restlichen Tagen in der Woche bewege ich mich ständig, aber mit mäßigem Tempo: Treppen statt Aufzug, Gehen statt Auto, Fahrradfahren, Wandern, Schwimmen. Keine übermäßige Anstrengung aber immer irgend etwas.

Das ist die Primal Blueprint Lebensform

Diese Lebensart orientiert sich an unseren genetischen Wurzeln und imitiert die konstante Bewegung eines Sammlers, die explosiven Kampf- oder Flucht Situationen eines Jägers oder Gejagten. Die Ernährung ist stark an Paleo angelehnt, mit der Ausnahme von Milchprodukten, die akzeptiert sind, falls man bereits das Lactosetoleranzen entwickelt hat, was sich ja leicht herausfinden lässt.

Und trotzdem supplementieren?

Wir essen heutzutage nicht mehr das ganze Tier – viele wertvolle Aminosäuren, Fette und Kollagen befinden sich aber gerade in den Innereien, den Knochen, dem Knochenmark und dem Hirn. Diese Bestandteile zu essen ist in der heutigen Esskultur nicht angekommen und es gibt kaum Metzger die diese noch anbieten – sie werden als Abfallprodukt angesehen.

Außerdem gibt es Tage, an denen die Proteinzufuhr nicht ausreicht. Weil man gerade kein Biofleisch von artgerecht ernährten Weidetieren oder Fisch aus Wildfang finden konnte. Um auch an diesen Tagen den Proteinbedarf zu decken, darf es dann auch gerne mal ein Proteinshake sein. Am liebsten gleich den mit Collagen. Oder ein Bulletproof Kaffee mit einem Löffel CollagenProtein angereichert. Schmeckt nicht nur lecker sondern bietet auch genug Nährstoffe um den Muskeln das zu geben, was sie zur Regeneration benötigen.

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Die Zweifler

Leider gibt es immer noch viele Menschen, die über diese Lebensart den Kopf schütteln. Das Training sei zu hart. Die Verletzungsgefahr sei zu hoch. Es gäbe keine Konstanz. Ausdauer sei wichtiger als Kraft. Ich bräuchte mehr Kohlenhydrate zur Energiegewinnung. Ich würde meine Gelenke zu sehr belasten. Und, und, und…

Meist sind es dieselben Leute, die sich wundern, dass ich aus dem Stehgreif und ohne spezifisches Training einen 10 Kilometerlauf absolvieren kann und dafür auch keine Pasta-Party am Vorabend brauche. Dass ich vorher nur ein Ei esse, wenn überhaupt. Dass ich – ebenfalls ohne großartige Vorbereitung – 50 km Fahrrad fahre ohne alle 10 km einen Snack oder einen „Energiedrink“ zu mir nehmen zu müssen. Dass ich auch mal mit einer schweren Last fertig werde, ohne gleich um Hilfe zu rufen.

Und dann das…

Nach einem wundervollen, sonnigen und intensiven Skitag vor einigen Wochen war das Knie abends zu Fußballgröße angeschwollen. Nichts zu machen, ich musste akzeptieren, dass der Skiurlaub für mich gelaufen war. Die Kommentare der Zweifler ließen natürlich nicht auf sich warten: „Siehst Du, das hast Du von Deinen Kniebeugen, Burpees und Box Jumps“ Mach doch lieber Joga oder Pilates. Du bist zu alt für dieses Fitnesstraining. Und so weiter und so fort. Ich musste mir so einiges anhören und es gab sogar Momente wo ich mich fragte, ob sie vielleicht doch recht hätten…

Glücklicherweise geriet ich an einen erstklassigen Chirurgen. Zum einen diagnostizierte er eine alte, unbehandelte, Meniskusverletzung. Diese hatte ich mir vor etwa anderthalb Jahren zu Hause, beim Haareföhnen, zugezogen. Klingt komisch, ist aber so. Ein durch meine Katze verursachter Schreck, ein unüberlegter Reflex. Resultat: ein verdrehtes Knie. Ein gut gemeinter Rat eines befreundeten Orthopäden war, das Knie erst mal nur etwas ruhen zu lassen; ein Meniskus könne von selbst heilen. Das kam mir damals sehr gelegen und ich entschied mich gegen eine Behandlung, was aus heutiger Perspektive natürlich keine intelligente Idee war.

Weiter fand der Chirurg aber heraus – und das war wesentlich wichtiger als der Meniskusriss – dass ein Außenband zu kurz war. Die Natur ist offensichtlich doch nicht immer so perfekt. Dieses Außenband hat meine Kniescheibe in eine ungünstige Position gezogen und dort auch noch sehr stark immobilisiert. Diese Verkippung erzeugte ungesunde Reibungen im Knie. Das Knie war von Natur aus einfach nur schief.

Der Sport hat das ganze nicht erzeugt – er hat es zu Tage gebracht.

Und zwar rechtzeitig: hätte ich so trainiert wie früher: chronisches Joggen oder zielloses Rumhampeln im Fitnessstudio, ja sogar banales Radfahren … wäre es später aufgetreten – aber durch die chronischen Entzündungen wären die Schäden dann wahrscheinlich schon so groß gewesen, dass die Lösung in einer Knieprothese bestanden hätte.

Jetzt wurde aber „nur“ das Außenband durchgeschnitten, durch Faszien und Muskelfasern verlängert und wieder zusammengenäht. Gleichzeitig wurden die entstandenen Verletzungen wie Meniskusriss, Knorpelschäden und durch die chronischen Entzündungen verursachten Arthroseanfänge repariert. Für den Arzt war es Routine, für mich war es aber eine große Operation. Das war am 15. März. Am 17. März ging es gleich auf Krücken zum Physiotherapeuten – auch ein Glückstreffer wie sich gleich am 1. Besuch herausstellen sollte.

Schmerztherapie und Muskelaufbau durch gezielte Muskelkontraktionen mittels Stromimpulse.

Ich bin noch nie einem Physiotherapeuten begegnet, der ein Freund von Fitness und Krafttraining ist. Meiner ist da auch keine Ausnahme.

In den meisten Fällen hat er mit diesem (Vor)-Urteil sogar Recht: hat man keinen Trainer und trainiert einfach nur so vor sich hin, kann man mehr falsch machen als richtig. Ich bin mir sicher, dass er viele solche Patienten zu versorgen hat.

Die Lösung liegt in der korrekten Ausführung

Ein Haushaltsunfall ist wahrscheinlicher als ein Unfall beim Sport. Vorausgesetzt man weiß was man tut. Gerade weil meine Einheiten so intensiv sind – achte ich, bzw. mein Trainer extrem auf die korrekte Ausführung. Mit einem gut ausgebildeten, vernünftigen Coach werden Haltungsfehler vermieden und das Verletzungsrisiko auf ein absolutes Minimum reduziert. Die intensiven Einheiten belasten dann nur den Kreislauf und die Muskeln maximal – dadurch dass die Einheiten aber sehr kurz sind, kommt der Körper hervorragend mit dieser extremen Belastung zurecht. Genetisch ist er zumindest dazu in der Lage und genau deshalb hat die Menschheit auch überlebt. Man darf es nur nicht falsch machen. Und auch nicht zu häufig: die ideale Anzahl solcher Einheiten liegt bei 1-3 pro Woche. MEHR NICHT!

Gleich bei der ersten Sitzung ist dem Physiotherapeuten aufgefallen, dass meine Muskeln – trotz der Tatsache dass sie sich nach einer Operation und der damit verbundenen Zwangspause in der Regel sehr schnell und stark zurückbilden – extrem gut auf die Behandlung reagierten. Bereits nach der 1. Sitzung konnte ich die Schmerztabletten zur Seite legen. Nach 3 Wochen legte ich die Krücken ab. Nach 4 Wochen wurde der Aufzug überflüssig. Und gestern – genau 5 Wochen nach der OP: mein erster Termin bei meinem Trainer, der mich, wie ich es von ihm gewohnt bin, genau dort abholt, wo ich stehe: die Beine dürfen erst mal nur sanft Fahrrad fahren. Der Rest wird zunächst nur gestärkt: Rücken, Bauchmuskeln, Rumpf, Schultern. Banale Übungen, verglichen mit dem wozu ich noch vor 4 Monaten in der Lage war.

Die Genesung, insbesondere ihr Tempo ist und bleibt einzigartig. Sie grenzt – sogar für meinen Physiotherapeuten – an ein Wunder. Eine Bekannte von mir – unsportlich und den Verlockungen der industriellen Lebensmittelindustrie verfallen, also auch ziemlich übergewichtig – kämpft seit nunmehr 1 Jahr mit einem operierten Fuss. Ich stehe nach einer komplizierten Knie OP nach 5 Wochen wieder im Sportstudio. Ja, ich bin noch weit weg von dem wo ich einst war. Das ist für mich eine tolle Herausforderung, der ich mich gerne stelle.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass meine Genesung im direkten Zusammenhang mit meiner Lebensart und Ernährung steht. Natürlich ist auch vieles eine Kopfsache. Aber alleine die Kraft der Gedanken lässt Bänder, Muskeln, Sehnen und alles was da sonst noch im Argen war, nicht so schnell zusammenwachsen. Dazu brauch man einen durch und durch gesunden Organismus. Meine Muskeln, Knorpel, Sehnen, Bänder benötigten für ihre Genesung meiner Meinung nach Aminosäuren und Collagen. Genau das habe ich ihnen gegeben. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg? Wer weiß… ich kann die Zeit nicht zurückdrehen um herauszufinden, wie die Alternative gewesen wäre. Und um ganz ehrlich zu sein: ich habe darauf auch überhaupt keine Lust!

Nathalie Meier-Hottua
www.(r)evolution.lu


Nathalie-HottuaMit ihrer Zertifizierung zum Primal Blueprint Experten verfügt Nathalie heute nicht nur über die theoretischen Kenntnisse einer gesunden, artgerechten Ernährung, die eher auf gesunden Fetten und Eiweiss als auf leeren Kohlenhydraten beruht.

Ihre eigene, jahrelange JOJO – Odyssey, hat sie zunächst zu LowCarb, dann zu Paleo und nun zu ihrer Traumfigur gebracht – ohne zu hungern. Heute stellt sie interessierten Lesern in ihrem Blog www.revolution.lu ihre Erfahrungen und besonders ihr detailliertes Wissen in Sachen Fitness, Ernährung und Biochemie zur Verfügung.  Dort zeigt sie auf, worauf man in der Ernährungs- und Pharmaindustrie unbedingt achten soll. Worauf es im Sport wirklich ankommt. Wann es Sinn macht, zu supplementieren und wann nicht.

Also: Bio statt Industrie. Wochenmarkt statt Supermarkt. Abwechslung im Sport anstelle von chronischen Bewegungsabläufen. So hat sie ihr Wunschgewicht, ihren gesunden Schlaf, ihre Fitness auf Dauer zurückerobert.

Nathalie lebt mit ihrem Mann und ihren Katzen in Luxemburg.

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