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Warum Kaffee vor dem Mittagsschlaf getrunken werden sollte

Ein „Coffee-Nap“? Eigentlich trinke ich doch Kaffee nach dem Aufstehen, um wach zu werden…aber die Ladung Koffein VOR dem Nickerchen ist ein wahrer Geheimtipp gegen die Durchhänger am Mittag.

„Du hast noch nie von der Kaffee Siesta gehört? Alle Biohacker schwören da heute drauf.“ Ich schüttele ein wenig überrascht aber neugierig den Kopf. Mich freut es jedes Mal, auf eine neue Biohacking-Methode zu stoßen. Der Barista des Stumptown Coffee Shops in Downtown Los Angeles freut sich ebenso, mir etwas beizubringen und lädt mich ein, während der Lektion den Röster hinter der großen Gleisscheibe aus der Nähe zu betrachten. Der Kaffee-„Craze“ ist hier in Kalifornien schon viel stärker ausgebrochen als in Berlin Mitte.

Der optimierte Mittagsschlaf

Der sogenannte „Coffee Nap“ ist eigentlich keine Neuigkeit. Die Methode ist bereits seit Jahren verbreitet und der Effekt mit einigen Studien belegt (wie ich nach ein bisschen Recherche herausgefunden habe, wie ich das verpasst habe ist mir ein Rätsel). Die Methode ist ein exzellenter Weg, um sich schnell und effektiv aus einem Früh-Nachmittagsloch zu hieven.

Seit meinem Treffen mit dem kalifornischen Barista während der Biohacking Conference in Los Angeles gehört das „Kaffee-Nickerchen“ zu meinen effektivsten Werkzeugen gegen einen nachmittäglichen Durchhänger (der allerdings immer seltener vorkommt, seitdem ich Zucker und Getreide vorwiegend von meinem Ernährungsplan gestrichen habe. Hier erfährst du die drei Schritte, mit denen du deine Ernährung sofort optimieren kannst).

Wie geht der koffeinierte Mittagsschlaf?

Ganz einfach: Trinke eine Tasse koffeinierten Kaffee und mach unmittelbar danach ein 20-minütiges Nickerchen. Du hast richtig gelesen. Kaffee und dann schlafen. In der Tat kombinieren wir mit dieser Methode Koffein, eine Stimulanz die wach macht, mit etwas komplett gegensätzlichen, nämlich einen Mittagsschlaf. Das Timing ist hier besonders wichtig. Nach dem Kaffee solltest du dich nicht länger als 20 Minuten hinlegen, um danach einen enormen Leistungs und Energieschub zu erfahren. Warum erfährst du jetzt.

Der Wirkmechanismus des koffeinierten Mittagsschlafs

Wenn du Kaffee trinkst, wird der Wirkstoff Koffein über den Dünndarm verstoffwechselt und gelangt über das Blut in den Kopf. Sobald die Stimulanz das Hirn erreicht werden dort Rezeptoren geblockt die normalerweise von einem anderen Stoff namens Adenosin belegt werden. Adenosin ist dafür verantwortlich dass wir uns müde fühlen. Das organische Molekül verlangsamt die Aktivität von Nervenzellen im Gehirn, was uns schläfrig macht. Wenn nun Koffein an diese Rezeptoren bindet anstatt Adenosin, passiert das Gegenteil. Wir wachen auf.

Während eines Mittagsschlafs reinigt sich unser Gehirn auf natürliche Weise von Adenosin. Das bedeutet, dass nach dem Schlafen weniger Rezeptoren von dem Molekül belegt werden. Nach einem Kaffee dauert es in etwa 20 Minuten, bis das Koffein die Rezeptoren erreicht und seine volle Wirkung entfaltet. Ta da! Hier haben wir es! Genau diese beiden Gegebenheiten sind die beiden Schlüssel zur Wirkung des Coffee Naps.

**Für deine nächste Coffee Nap, Probiere gern einmal unseren Flowgrade Lightroast Coffee, der Kaffee für Biohacker. Handerlesene grüne Bohnen werden von der renommierten Kaffeeröststätte Five Elephant in Berlin exklusiv für Flowgrade geröstet und regelmäßig auf Inhaltstoffe in einem Labor für Lebensmittelanalyse untersucht.

Koffein kann nach dem Schlafen mehr Rezeptoren belegen

Wenn wir nun Kaffee trinken und uns sofort hinlegen passieren zwei Dinge. Zuerst werden während des Schlafens Adenosin-Rezeptoren frei. Wenn nun das Koffein innerhalb des Mittagsschlaf seinen Weg in unser Gehirn macht, sind bis dahin wesentlich mehr Rezeptoren frei als vorher. Das Koffein bindet an diese Rezeptoren und wir verspüren mit dem Aufwachen einen starken Energieschub. Mein Biohacker Freund, der Bulletproof Gründer Dave Asprey, spricht immer davon, mit dem Nickerchen dem Koffein den Teppich auszurollen.

Wie lange solltest du schlafen?

Wie oben beschrieben braucht das Koffein etwa 20 Minuten, bis es die Rezeptoren erreicht. Du solltest also maximal 20 Minuten schlafen und wach sein, wenn das Coffee ihn seine volle Wirkung entfaltet. Ansonsten kann es zu einer unangenehmen Schlaftrunkenheit kommen. Es ist auch nicht wichtig, dass du tief einschläfst. Denn auch leichtere Schlafphasen haben sich in zahlreichen Studien als ebenbürtige Erholungsphasen erwiesen.

Was sagt die Wissenschaft?

Die Wirksamkeit von Coffee-Naps wurde bereits in mehreren Studien, unter anderem im UK und in Japan nachgewiesen. Allerdings ist die beste Methode, um sich von der Wirkung zu überzeugen, es einmal selbst auszuprobieren. Also suche dir ein ruhiges Plätzchen, trinke einen Kaffee und schließe die Augen. Nicht vergessen: Schreibe uns deine Erfahrung und beginne eine Diskussion mit uns!

Wie ist es mit dem Kaffee vor der Meditation?

Genau diese Frage haben wir der Meditationstrainerin Emily Fletcher in der Flowgrade Show gestellt. Ihre spannende Antwort findest du hier!

Bildquelle: Shutterstock

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Kommentare

  • Simon Traut

    Das mit dem Coffee Nap is voll witzig. Normalerweise lege ich mich nach dem Mittagessen für 20 Minuten hin und trinke danach einen doppelten Espresso. Rein zufällig hat es sich die letzte Zeit ein paar mal so ergeben das ich direkt nach dem Essen meinen Espresso getrunken habe und mich danach kurz hinlegte. Der Erholungseffekt kam mir jedesmal sehr viel größer vor. Ich dachte natürlich an Zufall, mitnichten! 🙂

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