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Was im Gehirn wirklich passiert, wenn du meditierst

Der folgende Beitrag wurde von unserem Gastautor Axel Kühnle verfasst.

In einem menschlichen Gehirn gibt es 80 bis 100 Milliarden Neuronen. Jedes einzelne bildet Tausende von Verbindungen zu anderen Neuronen. Das Ergebnis davon ist ein komplexes Netzwerk aus Hunderten von Billionen von Synapsen.

Was hat das mit Meditation auf sich? Meditation kann nicht nur spirituelle Erfahrung sein, sondern hat auch handfeste Auswirkungen auf deinen Körper und dein Gehirn. Diese Auswirkungen werden seit Jahrzehnten von der Neurobiologie erforscht und sind so vielseitig, dass Wissenschaftler bis heute noch kein vollständiges Verständnis davon haben.

Wie Meditation die Neuronen beeinflussen und wie du die positiven Effekte für dich einsetzen kannst, erfährst du in diesem Gastbeitrag von Mindmonia.

Einführende Informationen und Studien zu den Vorteilen der Meditation, findest du in diesem Meditations-Guide für Anfänger.

Eine Einführung in Gehirnwellen

Fangen wir bei den erwähnten Neuronen an. Sie verwenden elektrische Impulse und chemische Signale, um Informationen zwischen verschiedenen Bereichen des Gehirns, sowie zwischen dem Gehirn und dem übrigen Nervensystem, zu übertragen. Alles, was du denkst und tust, wäre ohne die Arbeit der Neuronen und ihrer Zellen unmöglich.

Diese ständige Übertragung von Informationen kann mit einer Technik namens Elektroenzephalographie (EEG) nachgewiesen werden. Hierbei werden Sensoren an der Kopfhaut angebracht, die die elektrische Aktivität deines Verstandes und der Neuronen aufzeichnen.

Die Ergebnisse dieser Aufzeichnung werden in Form einer Welle dargestellt. Die Form der Welle sieht, wie in unserem Beispiel oben bereits erwähnt, je nach deiner Aktivität anders aus.

Die unterschiedlichen Frequenzen und ihre Bedeutungen

Die vom EEG gemessenen Schwingungen können in verschiedene Frequenzbereiche unterteilt werden und mit einer Hertz (Hz) Anzahl angegeben werden. Dafür wurden fünf Bereiche definiert, von denen angenommen wird, dass sie das Spektrum des menschlichen Bewusstseins wiedergeben.

Gammawellen
Frequenz: 40-100 Hz
Zuordnung: Erhöhte Wahrnehmung, Lernen, Problemlösung

Betawellen
Frequenz: 14-40 Hz
Zuordnung: Aufmerksamkeit, waches Bewusstsein, aktives Denken

Alphawellen
Frequenz: 7,5-14 Hz
Zuordnung: Körperliche und geistige Entspannung

Thetawellen
Frequenz: 4-8 Hz
Zuordnung: Kreativität, Einsicht, Träume, reduziertes Bewusstsein, leichter Schlaf

Deltawellen
Frequenz: 0,5-4 Hz
Zuordnung: Schlaf, Träumen

Gehirnwellen und Meditation

An manchen Tagen stehst du völlig unter Strom. Deine Gehirnwellen laufen im Beta Frequenzbereich. Du kommst energiegeladen von der Arbeit nach Hause und möchtest einfach entspannen. Alphawellen wären jetzt genau das, wonach du dich sehnst. Jedoch hast du Probleme, abzuschalten.

Ist es möglich in einer solchen Situation Gehirnwellen zu beeinflussen? Ja, definitiv. Gehirnwellen können mit den unterschiedlichsten Taktiken beeinflusst werden. Besonders spannend ist dabei die Meditation. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Meditation mit den unterschiedlichsten Gehirnwellen in Verbindung gebracht werden kann.

Gammawellen und Meditation

Aktivierung durch Meditation möglich: Ja
Bei einigen buddhistischen Mönchen wurde gezeigt, dass diese während der Meditation Gammawellen erzeugen konnten.

Betawellen und Meditation

Aktivierung durch Meditation möglich: Nein
Betawellen, die bei zielorientiertem Arbeiten auftreten, wurden während der Meditation nicht vom EEG aufgezeichnet.

Alphawellen und Meditation

Aktivierung durch Meditation möglich: Ja
Während der Meditation treten Alphawellen häufiger auf, als bei einfacher Entspannung ohne Meditation. Vor allem während der leichten Meditation.

Thetawellen und Meditation

Aktivierung durch Meditation möglich: Ja
Besonders häufig treten Thetawellen während der Meditation unter erfahrenen Meditierenden auf. Vor allem während der tiefen Meditation.

Deltawellen und Meditation

Aktivierung durch Meditation möglich: Nein
Deltawellen sind charakteristisch für Schlaf. Während der Meditation gibt es nur wenig Deltawellen. Das bestätigt, dass sich Meditation von Schlaf unterscheidet.

Wann es sinnvoll sein kann, Hirnwellen mit Meditation zu beeinflussen

Hier einige Beispielszenarien, wann es für dich sinnvoll sein kann, deine Gehirnwellen aktiv durch Meditation zu beeinflussen:

  • Du bist gestresst und willst dich entschleunigen
  • Du bist defokussiert und willst dich fokussieren
  • Du willst deine Kreativität anregen
  • Du bist ängstlich und willst mehr Wohlbefinden

Von Betawellen auf Alphawellen durch Meditation

Bist du Anfänger oder Anfängerin der Meditation ist es am einfachsten, von Betawellen auf Alphawellen zu “wechseln”.

Das ist beispielsweise relevant, wenn du von logischem Denken auf Entspannung umsteigen willst. Dafür ist eine einfache Meditation ausreichend.

Um mit der Meditation zu beginnen, setze dich bequem auf einen Stuhl oder lege dich hin. Lege deine Hände auf den Schoß, schließe die Augen und beseitige alles, dass dich ablenken könnte.

Fokussiere dich auf deinen Atem. Spüre, wie die Luft in deinen Körper strömt und atme bewusst aus. Versuche nicht, deinen Atem in irgendeiner Weise zu verändern, sondern beobachte ihn einfach.

Wiederhole leise das Mantra: „Einatmen. Ausatmen.“ Wenn dein Geist zu wandern beginnt, lenke deine Aufmerksamkeit sanft zurück auf deine Atmung. Nimm zur Kenntnis, wie sich deine Gedanken durch das bewusste Ein- und Ausatmen immer weiter beruhigen.

Beständigkeit ist der springende Punkt – versuche, diese Meditation für 10 bis 15 Minuten morgens und/oder abends durchzuführen. Sei konsequent mit deiner Meditationspraxis. Auch wenn es zu Beginn schwierig ist, stillzusitzen.

Fazit

Es gibt Milliarden von Neuronen in deinem Gehirn, deren elektrische Aktivität durch EEG aufgezeichnet und in Form von Wellen wiedergegeben werden kann.

Dabei gibt es fünf Frequenzbereiche, gemessen in Hertz, welche das Spektrum des menschlichen Bewusstseins darstellen.

Drei von fünf – Gamma, Alpha und Theta – vor allem die letzten beiden, kannst du durch Meditation verstärkt hervorrufen. Das wiederum kannst du je nach deiner Situation für dich zum Vorteil nutzen.

Bist du zum Beispiel auf kreative Arbeit aus, kannst du dir anhand von Meditation einen Kreativitätsboost besorgen.

Dabei wird es dir mit einer gewissen Regelmäßigkeit der Meditation immer einfacher fallen, die angestrebten Frequenzbereiche zu erreichen.

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