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Besser schlafen mit Honig

Honig ist ein effektiver Biohack, um endlich mal wieder eine Nacht komplett durchzuschlafen. Denn die Wirkstoffe im Honig versorgen die Leber mit Energie und wirken dazu noch antientzündlich. Ein echtes Superfood!

Ich bin einer dieser Menschen, die gerne mal um 3 Uhr morgens grundlos aufwachen. Nach Gesprächen mit mehreren Schlafexperten und Nahrungswissenschaftlern begann ich zu vermuten, dass meine nächtliche Unruhe mit meinem Blutzuckerspiegel zusammenhing. Über Nacht braucht das Hirn enorm viel Energie für den normalen Reinigungsprozess durch das glymphatische System. Das Hirn wird sozusagen einmal richtig durchgespült, um zelluläre Abfallprodukte in die Leber zu transportieren und zu anschließend entfernen. Dafür wird Glykogen aus der Leber verwendet und der Blutzuckerspiegel fällt (auch bei gesunden Menschen ganz natürlich).

Wenn der Blutzucker zu stark sinkt, steigt Cortisol

Nach der Organuhr aus der traditionellen chinesischen Medizin hat die Leber rund um diese Zeit ihre aktivste Phase und in der Tat holt sich das Gehirn über Nacht enorme Energie aus Glykogen von der Leber. Dadurch kann dann schonmal der Blutzuckerspiegel fallen und unter anderem ein abruptes Erwachen hervorrufen. Wenn der Blutzuckerspiegel zu stark sinkt, löst er einen Anstieg an Cortisol aus, um den Blutzucker wieder zu erhöhen und die Glykogenbildung in der Leber anzukurbeln. Dadurch werden wir wach.

Mit dieser Erkenntnis begann ich mit Honig zu experimentieren. Honig beinhaltet neben Glukose und Fruktose auch noch etliche Enzyme, Vitamine, Mineralien und weitere bioaktive Wirkstoffe, die viele der Nachteile der zuckrigen Inhalte abschwächen, dadurch den Blutzuckerspiegel geringer beeinflussen und stabil halten. Im Gegensatz zu normalem Haushaltszucker wirkt Honig dazu antientzündlich und kann sogar die Blutfettwerte verbessern.

So optimierst du deinen Schlaf mit Honig

Esse vor dem Schlafengehen einen bis zwei Teelöffel puren Honig. Wichtig ist, dass du den Honig nicht in heissem Wasser auflöst, denn dadurch gehen viele der wertvollen Wirkstoffe flöten. Meine Mom gab uns früher immer heisse Milch mit Honig. Auch hier würde ich die Finger davon lassen, nicht zuletzt wegen dem schwer verdaulichem Casein in der Milch, und vorerst nur mit purem Honig experimentieren. Du kannst mit dem Honig noch ein bis zwei Esslöffel C8 Öl zu dir nehmen. Dadurch bekommt deine Leber Glykogen durch den Honig und dein Hirn Ketonkörper durch das C8 Öl, zwei ideale Voraussetzungen für eine erholsame Nacht.

Welchen Honig sollte ich nehmen?

Im Internet wird oft der kaltgeschleuderte Honig angepriesen. Allerdings ist das hauptsächlich Marketing-Geschwafel. Denn Honig wird in der Regel nie warmgeschleudert. Macht auch wenig Sinn, denn beim Schleudern werden die Waben vom Honig getrennt und durch erhitzen würde das Wachs schmelzen und in den Honig gelangen. Achte allerdings auf regionalen Honig, am besten direkt vom Imker, denn Honig aus dem Ausland wird in der Tat oft erhitzt, um ihn einfacher umzufüllen. Naturhonig von hoher Qualität kristallisiert normalerweise nach ein paar Wochen. Wenn der Honig nach ein paar Monaten immer noch nicht fest geworden ist, dann stimmt wohl was mit der Qualität nicht.

Weitere Biohacks um besser zu schlafen

Neben Honig kannst du deinen Schlaf mit einigen einfachen Methoden weiter optimieren. Wäre es nicht fantastisch, (beinahe) jede Nacht erholt und voller Energie aufzuwachen?

  • Reduziere Blaulicht sobald es draussen dunkel wird. Dimme deine Lampen, zünde ein paar Kerzen an und trage eine Blue-Blocker-Brille.
  • Schalte dein WLAN aus über Nacht. Elektromagnetische Strahlung hemmt deine natürlichen Regenerations- und Stoffwechselprozesse.
  • Halte dich an deine Chronobiologie und gehe jeden Tag etwa um dieselbe Zeit ins Bett. Wie ein Jazz-Pianist aus New Orleans funktioniert erholsam schlafen am besten mit einem ordentlichen Rhythmus.

Wenn die Daten stimmen, leidet beinahe jeder dritte Deutsche an Schlafstörungen. Mich würde sehr interessieren, wie es unter Flowgradern ist. Wie schläfst du? Hinterlasse mir einen Kommentar weiter unten.

Allgemein, Biohack der Woche, Ernährung, Schlaf
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Kommentare

  • Mela

    Hi!
    Das hört sich interessant an. Probiere es gerne aus, denn auch „meine Zeit“ wach zu werden ist auch meist um 4 Uhr rum.

    Wäre Manuka Honig eventuell noch besser und falls ja, warum?

    LG Mela

    Antworten

  • Bernd

    Hallo und Danke für den tollen Artikel!
    Ich hätte da eine Frage: unterbricht der Honig das IF oder ist die Menge bei 1-2 TL entsprechend gering?

    Danke, weiter so und viele Grüße!

    Antworten

  • Frank

    Hallo zusammen. Vielen Dank für diesen wichtigen und guten Artikel. Als leidenschaftlicher Hobbyimker kenne ich die vielen Wirkmechanismen von Honig natürlich genau. Dennoch hat auch dieses Wundermittel der Natur nicht gegen meine Schlafstörungen geholfen. Wie so viele andere Dinge, die man schon oft gehört und gelesen hat auch. Ein Freund von der Sporthochschule Köln brachte mir schließlich die Rettung. Denn dort wurde das AIVI Soundkissen wissenschaftlich getestet. Durch die patentierte Infrasonics Technologie in Verbindung mit der Soundleiste, auf die ich per App meine Lieblingsmusik laden kann, werden meine Schlafphasen optimiert. Somit wache ich morgens wieder ausgeruht auf. Durch das AIVI Soundkissen wurde mir meine Lebensqualität zurückgebracht. Jetzt genieße ich den Honig beim Frühstück natürlich noch viel mehr!

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  • Ramona

    Dass ist ein super Tipp, danke! Auf Honig wäre ich nicht gekommen, obwohl ich schon weiß dass er sehr gesund ist. Ich liebe Honig vor allem wenn er von einem örtlichen Imker kommt.
    Ich kann von Glück reden, dass ich noch nie wirkliche Schlafprobleme hatte. Ganz im Gegenteil, ich schlafe wie ein Baby, zudem habe ich wilde Träume, die ich meist noch am nächsten Tag meiner Familie erzählen kann. 😀

    Viele Grüße

    Ramona

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  • Bera

    Ein wirklich sehr interessanter Beitrag!

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  • Myriam

    Servus Max,
    seit gut einer Woch ernähre ich mich wieder ketogen. Komisch dann ist es mit dem Schlafen wieder sehr schlecht. Ich schlafe sehr wenig und schon gar nicht durch, bin aber auch nicht müde. Ich glaube aber 5 Std. sind einfach zu wenig. Dann noch eine Frage zum Honig vor dem zu Bett gehen. Ich dachte man sollte spät am Abend nichts mehr essen weil sich sonst der Körper nicht ordentlich reinigen und regenerieren kann weil er wieder mit der Verdauung zu tun hat !?
    Herzliche Grüße
    Myriam

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  • Nicci

    Hi Max
    Wow! Das klingt ja so super einfach.
    Kurze Frage dazu: Wie erklärt es sich dann, dass man mit Honig durchschlafen kann? Ich meine, normalerweise führt Zucker (was Honig ja in seinen Bestandteilen auch ist) dazu, dass der Blutzucker stark ansteigt und dann auch nach kurzer Zeit rapide sinkt. Darum stelle ich mir das mit dem Honig unlogisch vor, denke sogar, dass ich dann noch stärkere Schwankungen in der Nacht provoziere, wenn ich Honig vor dem Schlafengehen esse. Ich meine, dann würde der Zucker ja im Tiefschlaf massiv nach oben steigen und später eben noch stärker nach unten. Oder läuft das in der Nacht anders, weil der Zucker wegen dem ruhenden Körper sonst kein Zucker verbraucht und der Honig somit viel langsamer abgebaut wird?
    Sorry, ich weiß, man könnte es ja einfach mal ausprobieren 😉 Aber ich will’s eben immer ganz genau wissen, neugierig wie ich bin.

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
    Cheers und danke für den Artikel
    Nicci

    Antworten

    • Max Gotzler Autor

      Hallo Nicci, das faszinierende am Honig ist, dass dieser, obwohl er aus Sucrose und Fructose besteht, den Blutzucker wesentlich weniger beeinflusst, dazu aber der Leber wertvolles Glykogen für die Nacht liefert. Das liegt wohl vor allem an den Enzymen, die sich im Honig befinden. Es ist halt ein Naturprodukt. Wichtig: Achte auf regionalen Honig von einem vertrauenswürdigen Imker. Besonders wenn die Bienen aus deinem Umfeld kommen, hat der Honig unter Umständen auch noch einen antiallergenen Effekt für dich.

      Antworten

      • Nicci

        Danke, Max, für deine Antwort. Stimmt, an die Enzyme habe ich auch nicht gedacht. Also ausprobieren werde ich es auf jeden Fall.
        Was das Regionale betrifft, sollte das kein Problem sein. In der Schweiz gibt es sehr guten Honig 😉
        Liebe Grüße, Nicci

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