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Die Unterschiede von Kokos-, MCT- und C8-Öl

Jeder der sich mit Biohacking oder gesunder Ernährung beschäftigt, sich für Keto oder Paleo interessiert, wird gleich am Anfang auf das Thema Fett / Öl stoßen. Öl ist nicht gleich Öl, aber gutes Öl spielt eine große Rolle. Hier erklären wir euch die wichtigsten Unterschiede.

Gesunde Ernährung basiert auf gesunden Fetten und Ölen. Über diese Erkenntnis herrscht Einigkeit. Aber über die Rangliste der gesündesten Öle wird viel Widersprüchliches geschrieben. Dagegen hilft nur eine verständliche Warenkunde. Das hochwertige MCT Öl gehört zu den besten Basis-Ingredienzen für dein gesundes Essen. Um wirklich gut zu sein, muss es allerdings bestimmte Kriterien erfüllen.

Wenn dir die Namen MCT oder C8 bereits geläufig sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du dir bereits eine dieser Fragen gestellt hast:

  • Kann ich für meinen Bulletproof Coffee / Biohacker Coffee nicht auch Kokosöl anstatt MCT Öl nehmen?
  • Sind in Kokosöl nicht noch mehr gesunde Fettsäuren (wie Laurinsäure) enthalten?
  • Was sind die Unterschiede zwischen den Ölen?
  • Kann ich mit MCT Öl kochen?
  • Wie dosiere ich das Öl?

Diese Fragen sind alle berechtigt und ja, Kokosöl ist eine super Quelle für gesunde Fette. Allerdings sind nicht alle diese Fettsäuren gleich wertvoll.

Laurinsäure ist eigentlich keine MCT

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Einige Kokosöl-Hersteller werben damit, dass Kokosöl bis zu 62 % aus mittelkettigen Fettsäuren oder MCTs (Medium Chain Triglycerides) besteht. Diese Kategorie beinhaltet nach den meisten Quellen Fettsäuren mit Ketten von 6 bis 12 Kohlenstoffatomen. Der größte Anteil von Kokosöl ist die 12-kettige Laurinsäure (mehr als 50 %), die als antimikrobiell und gut für die Darmgesundheit gilt. Das stimmt auch. Allerdings wird Laurinsäure biologisch eigentlich als LCT (Long Chain Triglyceride) und nicht als MCT betrachtet. Wenn du mit Kokosöl kochst, bekommst du also mehr als genug Laurinsäure aber verhältnismäßig wenig andere Fettsäuren.

Trotz der Kenntnis, dass Laurinsäure also eigentlich gar keine mittelkettige sondern eine langkettige Fettsäure ist, wird sie offiziell noch oft als MCT bezeichnet. Daher beinhalten viele herkömmliche MCT Öle im Markt auch einen hohen Anteil der billigen aber weniger effektiven Fettsäure ohne diese separat aufzuführen. Daher Vorsicht beim Kauf von MCT Öl.

Die Fettsäuren im Kokosöl und ihre Anteile

Kokosöl besteht aus mehreren gesunden Fetten, aber nur drei davon werden im Körper wie „echte“ mittelkettige Fettsäuren verstoffwechselt. Das heißt, sie werden sofort in Energie für Hirn und Muskeln umgewandelt, durchlaufen im Stoffwechsel zwar die Leber, aber die Galle wird umgangen. Diese drei Fettsäuren sind:

Capronsäure (C6) – minimaler Anteil in Kokosöl

Diese Fettsäure gilt als unbeliebteste der MCTs denn sie schmeckt faulig und führt nicht selten zu Magen- und Darmbeschwerden. Ein Grund für Sodbrennen nach dem Butterkaffee könnte ein MCT Öl mit einem zu hohen Anteil an C6 sein. Dafür könnte es aber auch andere Gründe geben.

Caprylsäure (C8) – Anteil etwa 6 % in Kokosöl

Diese Fettsäure gilt als die wertvollste Fettsäure des Kokosöls, ist aber auch am wenigsten darin vertreten. Die anti-mikrobiellen Eigenschaften von Caprylsäure übersteigen die der Laurinsäure um ein Vielfaches und sie liefert am schnellsten Energie. Der Körper braucht gerade einmal drei Schritte, um C8 in Energie zu verwandeln. Nach Bulletproof Gründer Dave Asprey ist C8 etwa 18 mal so stark wie reines Kokosöl. Andersherum bedeutet das, dass du 18 Löffel Kokosöl für dieselbe Energie wie ein Löffel Caprylsäure bräuchtest. Schön ist auch, dass die produzierten aber ungenutzten Ketonkörper durch den Urin wieder ausgeschieden werden ohne anzusetzen. Caprylsäure ist wahrlich reine Energie.

Caprinsäure (C10) – Anteil etwa 9 % in Kokosöl
Die zehnkettige Caprinsäure wird ein wenig langsamer verstoffwechselt als Caprylsäure, kommt aber ebenso ohne Aktivität der Leber aus. Das Flowgrade XCT Öl beinhaltet eine Mischung aus 70 % Capryl- und 30 % Caprinsäure und dient daher als eine schnelle und wertvolle Energiequelle. Beide Fettsäuren werden schnell in ATP verwandelt und du bräuchtest etwa 6 mal so viel Kokosöl für denselben Effekt.

Laurinsäure (C12) – Anteil etwa 50 % in Kokosöl

Wie oben beschrieben wird Laurinsäure oft nicht zu den MCTs hinzugezählt. Laurinsäure ist gut für den Darm aber sie involviert die Leber in ihrer Verstoffwechselung. Laurinsäure ist billig und reichlich vorhanden, daher haben viele MCT Öle einen hohen Anteil davon, auch wenn sie weniger wirksam als die anderen Fettsäuren ist. MCT Öl mit einem hohen Anteil an Laurinsäure ist viel billiger in der Herstellung, aber auch wesentlich weniger effektiv.

Laurinsäure gilt als antimikrobiell und darmflorapflegend. Sie wird in einem längeren Prozess durch die Leber verstoffwechselt. Ihre Energie kommt dem Körper mit Verzögerung zugute. Herkömmliches MCT Öl beinhaltet viel langsame Laurinsäure und wenig schnelles C8.

Weitere Fettsäuren (C14 und höher)
Die Anteile der übrigen Fettsäuren im Kokosöl variieren mit der Herkunft, der Ernte und anderen Variablen der Kokosnuss. Auch diese Fettsäuren sind gesund und liefern Energie. Sie kommen allerdings auch in anderen Ölen vor und ihr Verzehr ist nicht so vorteilhaft wie der der mittelkettigen Fettsäuren.

Fazit: Kombiniere Kokosöl und MCT-Öl
Wenn du zum Beispiel mit Kokosöl kochst und zu deinen Speisen und Getränken (wie Butterkaffee oder deinem Green Smoothie) noch einen Schuss Flowgrade MCT-Öl hinzugibst, dann bekommst du das beste Fett der Kokosnuss in einem hervorragenden Verhältnis. Bereits ein Esslöffel Kokosöl liefert dir reichlich Laurinsäure und ein Esslöffel hochwertiges MCT Öl (wie Flowgrade MCT Öl) liefert dir die wertvollen, ketogenen Fettsäuren Capryl- und Caprinsäure.

Eine neue Quelle für Flowgrade

Wir haben seit kurzem eine neue Quelle für unser MCT Öl. Während die erste Variante noch teilweise aus Palmöl mit einem recht variablen Verhältnis von Capryl- und Caprinsäure hergestellt wurde, kommt Version 2.0 unseres Flowgrade MCT-Öls mit einem garantierten Verhältnis von kokosölbasierten 70 % Caprylsäure (C8) und 30 % Caprinsäure (C10) und komplett ohne Palmöl. Wir haben für euch (und für uns natürlich) das beste Premium MCT Öl in Europa gefunden!

Warum ist MCT Öl aus Caprylsäure gesünder?

Reine Caprylsäure (C8), wie zum Beispiel das Flowgrade C8 Öl, liefert die schnellste und reinste Energie und kommt einem exogenen Ketonprodukt wie KetoCaNa schon sehr nahe. Ein reines C8 Öl ist etwa 18 mal so stark wie unbehandeltes Kokosöl und 6 mal so stark wie MCT Öl. Dafür ist es auch teurer als die anderen Öle. Den spürbarsten Energieschub, mental und physisch, erhältst du sicherlich mit reinem C8 Öl. Diese Variante ist die Wahl der führenden Biohacker wie Dave Asprey, Ben Greenfield und Tim Ferriss.

Die Caprylsäure regt deinen Stoffwechsel an und liefert schnelle Energie. Ohne Speicherung gelangt sie direkt in deine Leber. Dort wird sie in Ketonkörper umgewandelt. Dein Blut transportiert diese Ketonkörper in die Mitochondrien – deine Zellkraftwerke. Insbesondere das Gehirn liebt Ketonkörper als Energiequelle. Außerdem liefert C8 stabile Bauelemente für deine Zellmembranen. MCT Öl aus Caprylsäure ist also ein Jungbrunnen für Physis und Geist.

Das C8 Öl richtig dosieren

Die richtige Dosierung des MCT Öls geht mit einer schrittweisen Gewöhnung einher. Zu Beginn der Verwendung des Öls sollte ein Teelöffel täglich genügen. Ziel ist eine sukzessive Steigerung der Ölgaben. Die empfohlene Maximaldosis liegt bei ein Gramm Öl pro Kilogramm Körpergewicht.

MCT unterstützt die ketogene Ernährung

Gerade in der ketogenen Ernährung spielen gute Öle / Fette eine bedeutende Rolle, denn hier wird überwiegend auf Kohlenhydrate verzichtet und die Energie aus Fett gewonnen. Diese Art der Ernährung strebt den Zustand der Ketose an: Eine überdurchschnittliche Konzentration von Ketonkörpern im Blut. Die Ketose kann durch Fasten schneller erreicht werden. Oder durch den Konsum von MCT. Besonders die hochwertige C8 Caprylsäure sorgt für die Entstehung und Einlagerung der Ketonkörper.

Wenn du mehr über die ketogene Ernährung wissen möchtest, kannst du dir den Einstieg mit dem Flowgrade Keto-Guide erleichtern. Geballtes Wissen, verpackt in einem einzigartigen eBook.

C8 Öl: Der Motor im Muntermacher

MCT Öl aus Caprylsäure lässt sich unkompliziert verwenden. Versuch es mal mit unserem Biohacker Coffee oder einem gesunden Matcha-Tee, welchen du ebenso mit ein bis zwei Teelöffel C8 Öl aufwerten kannst. Das Rezept für den Biohacker Coffee findest du hier. Natürlich kannst du auch deinen Smoothie mit dem hochwertigen Öl potenzieren, oder damit deinen Salat zusätzlich upgraden. Nur zum Braten solltest du es nicht verwenden.

Übrigens: Einen weiteren, spannenden Artikel über das Thema Ketose findest du in meinem Artikel „Keto 101 – Einführung in die ketogene Ernährung“. Natürlich darf auch in der Flowgrade Show das Thema Low Carb / High Fat nicht fehlen, schau dir hier die Episode mit unserem Gast Marina Lommel von Foodpunk an:

Energie, Ernährung, Gesundheitstrends, Inflammation, Ketose, Paleo
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Kommentare

  • Konstanze

    Hey, ich habe das C8 in meiner Küche stehen, allerdings habe ich einen sehr grossen Respekt davor. Ist dir bekannt, dass auch dieses C8 Magenbrennen/Sodbrennen macht. Ich habe es neulich verwendet und meine davon diese Beschwerden bekommen zu haben.
    Und wie sieht es saus mit der Dosierung, nimmt man davon dann weniger wie vom XTC

    Antworten

    • Nik

      Liebes Flowgrade-Team,

      ich finde euren Artikel super informativ und werde auch bald euer C8-Öl ausprobieren. Jedoch hat mich ein Absatz etwas verwirrt:

      „Die richtige Dosierung des MCT Öls geht mit einer schrittweisen Gewöhnung einher. Zu Beginn der Verwendung des Öls sollte ein Teelöffel täglich genügen. Ziel ist eine sukzessive Steigerung der Ölgaben. Die empfohlene Maximaldosis liegt bei ein Gramm Öl pro Kilogramm Körpergewicht.“

      Meint Ihr dabei, dass man am Schluss für die beste Wirkung 80g (bei z.B. 80g Körpergewicht) C8-Öl zu sich nehmen sollte? Dann würde das Öl für 22€ ja nur etwas über 6 Tage reichen. Oder meint Ihr dabei, dass die insgesamte Fettzufuhr pro Tag nicht 80g überschreiten sollte. Wenn Ihr das meint – wie viel gramm von dem C8 Öl am Tag hat dann die beste Wirkung? (Ich habe vor es 2x am Tag, einmal in der früh und einmal abends zu nehmen)

      Vielen Dank schonmal für die Rückantwort!

      LG Nik

      Antworten

    • Steven

      Guten Tag, habe eure Seite gefunden wo ich jetzt angefangen habe mich mit ketone,MCT und C8 Öl zu beschäftigen. Das MCT Öl und das C8 sind 2 verschiedene Produkte ?

      Antworten

  • Marcel

    Hallo flowgrade-Team,

    Ich beschäftige mich erst seit Kurzem mit dem Thema MCT. Bisher ist dieser Artikel allerdings der einzige, den ich kenne, in dem steht, dass die MCTs ohne Leber verstoffwechselt werden. Soweit ich weiß zählt der Transport durch z.B. die Leber auch zum Stoffwechsel. Meint ihr, dass die MCTs die Leber gar nicht passieren oder dass sie dort nicht weiter ‚verarbeitet‘ werden?
    LG Marcel

    Antworten

    • Maximilian Gotzler Autor

      Hi Marcel, du hast absolut recht. MCTs können teils schon im Magen aufgenommen werden und, werden ohne Gallensäuren verdaut und umgehen das Lymphsystem. Nicht aber die Leber. Dort werden sie teilweise oxidiert (verbrannt) oder zu Ketonkörpern umgewandelt. Ketonkörper selbst können dann nicht mehr von der Leber verwertet werden. Wird gleich angepasst. Vielen Dank für den Hinweis! Gerne mehr davon, falls du noch was findest. Liebe Grüße – Max

      Antworten

    • Marcel

      Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort, jetzt ist das Puzzle komplett. =)
      LG Marcel

      Antworten

  • Christian

    Hallo Max. Auslernen tut man ja nie. Wieder einmal habe ich von dir bei diesem Artikel neue Dinge erfahren, die mir so nicht klar waren. Toll geschrieben!

    Antworten

  • Nik

    Liebes Flowgrade-Team,

    ich finde euren Artikel super informativ und werde auch bald euer C8-Öl ausprobieren. Jedoch hat mich ein Absatz etwas verwirrt:

    „Die richtige Dosierung des MCT Öls geht mit einer schrittweisen Gewöhnung einher. Zu Beginn der Verwendung des Öls sollte ein Teelöffel täglich genügen. Ziel ist eine sukzessive Steigerung der Ölgaben. Die empfohlene Maximaldosis liegt bei ein Gramm Öl pro Kilogramm Körpergewicht.“

    Meint Ihr dabei, dass man am Schluss für die beste Wirkung 80g (bei z.B. 80g Körpergewicht) C8-Öl zu sich nehmen sollte? Dann würde das Öl für 22€ ja nur etwas über 6 Tage reichen. Oder meint Ihr dabei, dass die insgesamte Fettzufuhr pro Tag nicht 80g überschreiten sollte. Wenn Ihr das meint – wie viel gramm von dem C8 Öl am Tag hat dann die beste Wirkung? (Ich habe vor es 2x am Tag, einmal in der früh und einmal abends zu nehmen)

    Vielen Dank schonmal für die Rückantwort!

    LG Nik

    Antworten

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